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Uhrenbeweger

Eines der konsequentesten Uhrendesigns der letzten Jahre ist mit Sicherheit die BR-Instruments-Serie des französischen Herstellers Bell & Ross. Die Uhren sind unverkennbar und haben einen hohen Lifestyle-Faktor.

Die französischen Bell & Ross-Gründer Bruno Belamich und Carlos Rosillo hatten 1992 die Vision, perfekte Armbanduhren für den professionellen Einsatz zu entwickeln. Astronauten, Piloten, Taucher und Angehörige von allerlei Spezialeinheiten waren das deklarierte Zielpublikum. Dass man - sofern man erfolgreich sein würde - über Belieferung von „Professionals“ früher oder später auch ganz normale Bürotäter erreichen würde, war vorauszusehen.

Vier Grundsätze haben die Macher der Bell & Ross-Uhren für ihre Produkte definiert: Wasserdichtigkeit, Präzision, Lesbarkeit und Funktionalität. Diese Grundsätze werden konsequent angewendet, mit einigen wenigen Ausnahmen im Bereich Lifestyle und Haute Horlogerie, bei denen die Lesbarkeit zweitrangig wird.

Das Hauptquartier der Firma liegt zwar in Paris, Entwicklung und Produktion jedoch finden in einem modernen Fertigungsbetrieb in La Chaux-de-Fonds statt. Der Plan der beiden Franzosen ging auf. Bell & Ross erschuf über die Jahre eine Kollektion von sehr schlicht und funktional gestalteten Uhren, die vor allem durch perfekte Ablesbarkeit überzeugten und ihren Weg an die Handgelenke des angestrebten Zielpublikums auch tatsächlich fanden. Verschiedene militärische Spezialeinheiten, vor allem französische, setzen offiziell auf die Zeitmesser von Bell & Ross.

Der richtige weltweite Durchbruch kam mit der Lancierung der „Instruments“-Serie. Die DNA ist eindeutig: Cockpitinstrumente aus Flugzeugen bildeten die Inspirationsquelle. In einer quadratischen Grundplatte werden die verschiedenen Uhren integriert. Die Uhren wurden auf Anhieb zu einer Erfolgsgeschichte und eroberten die Handgelenke von Piloten ebenso wie von modebewussten urbanen Gutverdienern.

Manch ein Uhrendesigner dürfte von einem solchen Wurf träumen. Eines der untrüglichsten Zeichen für erfolgreiches Design ist, kopiert zu werden, so ärgerlich dies auch sein mag. Darum ist es nicht erstaunlich, wenn heute an asiatischen Stränden oder in einschlägigen Internet-Shops gefälschte Bell & Ross Instrument-Uhren en masse auftauchen. Billige Fälschungen sind das eine - regelrecht peinlich wird es aber, wenn ein vermeintlich seriöser Hersteller wie Revue Thommen unverfroren abkupfert und seine Linie dreist ebenfalls „Instrument“ nennt.

Die BR-Instruments werden vorwiegend in Stahlgehäusen angeboten, oft mit einer schwarzen DLC-Beschichtung versehen, was den Instrumentenlook noch verstärkt. Kleine Serien entstehen auch in Roségold oder werden - für die entsprechenden Märkte - grosszügig mit Diamanten verziert. An die Damenwelt richten sich die neuesten Modelle in Keramikgehäusen.

Bei den Werken setzt Bell & Ross auf bewährte Konstruktionen aus dem Hause ETA, grösstenteils sind es Automatikwerke, teils aber auch Quarzwerke mit Zusatzfunktionen wie beim Type Aviation.

Die viereckigen Uhren gibt es in drei verschiedenen Grössen: Die erste Serie, die BR01 hat einen Durchmesser von 46 mm. Mit 42 mm etwas kleiner sind die BR03-Modelle. Die weissen und schwarzen Keramikgehäuse der Reihe BR-S messen nur 39 mm, und mit knapp 7 mm Dicke sind sie sehr flach und entsprechend leicht. Ideal für einen schlanken Damenarm, und entsprechend auch mit feinen diamantbesetzten Lunetten im Angebot.

 

Mehr Informationen:
www.bellross.com

 

 

Retrolook perfekt: Die BR01-92 "Heritage"
erinnert an ein altes Flugzeugcockpit.