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Uhrenbeweger

Das Beste aus Japan - jetzt auch für die Schweiz

Japanische Uhren bei Uhrsachen? Ja, aber nur vom Feinsten. Als erstes Geschäft in der Schweiz haben wir die offizielle Lizenz erhalten, die bis anhin nur in Japan erhältlichen Modelle aus der Grand Seiko-Linie zu vertreten.

Die 1895 in Tokio gegründete Firma Seikosha Watch Co. hat soviel Uhrentradition wie manch renommiertes Schweizer Haus. Heute beschäftigt die gigantische Seiko-Gruppe weltweit beachtliche 120’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (darunter mehr als 5000 in Forschung und Entwicklung) und erzielt einen Jahresumsatz von rund 15 Milliarden Dollar. 352 Millionen Uhrwerke und 16 Millionen fertige Uhren werden vom japanischen Industriegiganten produziert. Jährlich. Seiko ist heute in drei Hauptfirmen unterteilt: Seiko Instruments Inc. (SII) produziert LCD-Bildschirme und -anzeigen sowie mechanische Uhrwerke. Seiko Epson macht Drucker, Bildschirme, Quartzoszillatoren, und die Seiko Holdings Corporation baut Uhren, Wecker, optische Instrumente, Schmuck und vieles mehr. Die drei Firmen arbeiten eng zusammen, Seiko kann darum aus geballter Kompetenz in verschiedenen industriellen Bereichen schöpfen. Seiko ist im Bezug auf Uhren eine echte Manufaktur, voll vertikal integriert. Sämtliche Komponenten werden im Konzern gefertigt, selbst die Spiralen oder auch die Saphirgläser. Wenige Firmen der Schweizer Uhrenindustrie können das von sich behaupten.

Unspektakulärer Luxus
Eine Sparte Uhren ragt aus der Massenproduktion heraus: Grand Seiko heisst die Luxuslinie. Die ersten Uhren mit diesem Label entstanden 1960. Bei Uhrenkennern ist Grand Seiko legendär - in Uhrenforen wird viel und ausgiebig von der exzellenten Qualität geschwärmt. Für Schweizer Uhren gilt die Chronometerprüfung der C.O.S.C als Qualitätskriterium erster Güte. Seiko hat für seine Linie Grand Seiko eigene Standards entwickelt, die die Schweizer Chronometernorm nicht nur erreichen, sondern sogar übertreffen. So werden die Uhren beispielsweise in sechs statt fünf Lagen einreguliert, und die Abweichungen dürfen statt -4 und +6 Sekunden pro Tag lediglich -3 und +5 Sekunden betragen. Die Automatikwerke zeichnen sich durch eine sehr hohe Aufzugsleistung aus. Die Gründe liegen in einer besonders starken Aufzugsfeder aus einer selbst entwickelten Legierung sowie dem „Magic Lever“-System, das schon 1959 von Seiko erfunden wurde.

Uhrmacherische Traditionen

Traditionen werden in Japan generell hochgehalten. Uhrmacherisch braucht sich Seiko bei seiner Luxuslinie nicht zu verstecken. Die Assemblage entsteht vollkommen in Handarbeit. Beim Polieren der Gehäuse setzt man auf die „Zaratsu“-Technik, eine aufwendige Handpolissage, die für perfekte Kurven und Kanten sorgt. Die Finition der Gehäuse ist schlicht spektakulär. Zeiger und Indexe sind auf höchstem Niveau gearbeitet. Selbst die härtesten Japan-Skeptiker werden beim Anblick zuerst bleich und finden ihre Sprache meist nur langsam wieder.

Dennoch stehen die Modelle von Grand Seiko für absolutes Understatement. Man traut der Marke Seiko solche Qualität schlicht nicht zu. Die Grand Seikos verzichten auf jegliche gestalterische Spielereien und Experimente, sie sind auf die Funktion und die schlichte Eleganz reduziert. Die perfekte Alltagsuhr, nur zum Angeben eignet sie sich nicht.

Die wahren Werte liegen aber im Innern. Das Automatikwerk 9S67 zum Beispiel verfügt über eine Gangreserve von 72 Stunden. Wohlgemerkt mit nur einem Federhaus. Und auch die moderne Spring Drive-Technik (Tick different berichtete ausführlich) wird bei einigen Modellen eingesetzt. Bei den Grand Seiko Spring Drive-Modellen paart sich die hochwertige Verarbeitung von Seikos Luxuslinie mit der innovativen Antriebs- und Hemmungstechnik des Spring Drive-Systems.

Uhrsachen führt eine kleine, feine Kollektion der Grand Seiko-Modelle.

 

Mehr Informationen:

 

Die SBGH001 ist eine typische Grand Seiko: schicht im Design, perfekt in der Verarbeitung, Understatement pur. Kaliber 9S85 mit 36'000 Halbschwingungen (Seiko Hi-Beat).

Die SBGA029 ist eine Taucheruhr für höchste Ansprüche. Sie setzt auf die SpringDrive-Technik, die nur von Seiko angeboten wird.

 

Bis jetzt nur in Japan verfügbar

Man sagt, die Schweiz exportiere ihren besten Käse. Die Japaner machten es anders: Sie behielten ihre besten Uhren bis anhin für sich. Grand Seiko waren ausserhalb Japans nur über inoffizielle Internet-Kanäle verfügbar. Umso erfreuter waren wir von Uhrsachen, als wir (nach jahrelanger Geduld...) aus Japan die Zusage erhielten, die Grand Seiko-Modelle offiziell verkaufen zu dürfen. Den ersten Schritt hatten wir bereits 2007 mit der Übernahme der ersten Schweizer Vertretung der SpringDrive-Modelle gemacht. Auch dies aus der Überzeugung, dass Heimatschutz nicht per se angebracht ist, sondern dass man uhrmacherisches Können auch dann hoch schätzen soll, wenn es nicht heiligen helvetischen Ursprungs ist. Den Vorwurf der Nestbeschmutzer nehmen wir mit gutem Gewissen in Kauf, denn sachliche Argumente gegen die Grand Seiko-Linie werden schwierig zu finden sein.