Nomos und Hannes Wettstein: Erlkönig

Vor drei Jahren stellte Nomos ihr Automatikwerk vor, das bislang nur im Modell Tangomat zum Einsatz gelangt. Nun designt Hannes Wettstein ein Gehäuse dazu.

Neckisch wie immer kommuniziert Nomos ihr neues Modell. “Erlkönig” nennt sie es, in Anlehnung an die noch unfertigen Prototypen der Automobilindustrie, die auf der Strasse von Auto-Paparazzis entdeckt und abgelichtet werden. Wir hatten die Ehre, den Erlkönigs aus der Nähe betrachten zu können, aber nur mit strengstem Fotografierverbot. Das einzige, was wir Ihnen zeigen können, ist eine Foto eines Ölbilds, das der Berliner Maler und “Erlkönigjäger” Stefan Höller malen durfte:

Nomos und Hannes Wettstein: Erlkönig

Was wir aber sehen durften, hat uns sehr gefallen. Das Gehäuse des bekannten Designers Hannes Wettstein ist gelungen. Es erinnert ein wenig an die letzten Modelle der “MyEgo”-Serie, die er für die konkurs gegangene Firma Ventura gestaltet hatte. Wettstein verfügt über viel Erfahrung im Uhrendesign – für Ventura kreierte er mehrere sehr erfolgreiche Modelle.

Das weisse Zifferblatt erinnert ein wenig an die Zifferblätter der Orion-Modelle, mit klaren, blauen Strichindexen, aber grössenbedingt viel mehr Raum.

Die Uhr soll im Herbst 2008 auf den Markt kommen. Wir werden Sie hier informieren, sobald wir mehr wissen (wenn uns zum Beispiel ein Erlkönigjäger mehr zu berichten hat.)

John Ermel: Unermüdlicher Tüftler

John Ermel gehört nicht zur Gattung Mensch, die vor schwierigen Aufgaben zurückschrecken. Mehr als 10 Jahre benötigte er für die Entwicklung seiner “Cyclos”-Uhr, die als einzige Armbanduhr mit einer 24-Stunden-DualPhase-Anzeige gilt. Echtzeit sozusagen.

Dass die “normalen” Uhren nur 12 Stunden anzeigen, störte den Baselbieter Ermel schon lange. Von den 24-Stunden-Uhren, bei denen der Stundenzeiger eine einzige Umdrehung pro Tag macht, hält er nichts. “Weil man sich die herkömmlichen Stundenwinkel gewohnt ist, muss man beim Ablesen komplett umdenken.” Der gelernte Architekt, Ingenieur und Designer, der unter anderem bei Santiago Calatrava assistierte, hatte seine Eingebung 1989, als er als Uhrendesigner an einer Auftragsarbeit sass. Die Idee, den Stundenzeiger auf zwei verschiedenen Umlaufbahnen für die beiden Tageshälften schicken zu lassen, sollte Ermel nicht mehr loslassen.

Ein langer Weg zur Serienreife
10 Jahre später (!) liess Ermel seine Lösung, die auf dem mathematischen Phänomen der “Pascal`schen Schnecke” basiert, patentieren. Unter der Marke “Cyclos Watch” erschien 2003 das Modell “day&night” in einer auf 25 Exemplare limitierten (und rasch ausverkauften) “Initial Edition” in Gehäusen aus Gelb- und Rotgold. Wirklich neu und einzigartig war das System eines Stundenzeigers, der dank einer ungemein cleveren Mechanik seine Länge verändert. Der Stundenzeiger beschreitet aus der selben Achse zwei Kreise für die ersten und die zweiten zwölf Stunden des Tages. Um Mitternacht ist er ganz kurz, am Mittag am längsten, doch beide Male steht er an der gewohnten 12-Uhr-Position oben auf dem Zifferblatt. Man muss das System in Aktion sehen, um seine Subtilität wirklich zu begreifen. Uhrentechnisch umgesetzt und zur Produktionsreife entwickelt wurde die Komplikation zusammen mit niemand geringerem als dem Duo Robert Greubel und Stephen Forsey, die bei Sammlerkreisen vor allem mit höchst komplexen Tourbillons für Furore sorgen.

Die Uhren von Cyclos sind seit 2003 auf dem Markt. Die verschiedenen Modelle der Kollektion sind nach allen Regeln der Kunst gearbeitet, mit viel Liebe zum Detail. Ermel investierte nicht nur viel Zeit in die eigenständige Mechanik, sondern auch in die Gestaltung von Gehäuse, Zifferblatt und Zeigern. Die internationale Fachpresse war ob der Kombination von innovativer Technik und gelungener Ästhetik des Lobes voll. Der grosse Durchbruch blieb bis heute dennoch aus. Die Cyclos ist eher ein Stück für Charaktere mit Hang zum Understatement, für den Oligarchen mit Geltungsdrang ist ihre Erscheinung zu schlicht. “Mit einem “grossen Namen” auf dem Zifferblatt und entsprechendem Marketing-Know-How à la Jean-Claude Biver sähen die Stückzahlen anders aus” vermutet Ermel, nach wie vor mit viel Elan und Optimismus am Werk und vom Potential seiner Ideen überzeugt.

Square Circle – die Quadratur des Kreises
Der neueste Streich des hartnäckigen Erfinders ist eine Uhr mit quadratischem Zifferblatt, deren Minutenzeiger sich in der Länge verändert und sich regelrecht bis in die vier Ecken hinaus streckt. Der Effekt ist verblüffend, geradezu poetisch. Ermel erzählt nicht ohne Stolz, dass er diese Tischuhr 2006 an der Baselworld am Stand der renommierten Académie Horlogère des Créateurs Indepéndants präsentieren durfte. Die Uhr sorgte für Aufsehen – diese Komplikation war vorher noch nie bei einer Uhr gezeigt worden.

Der Minutenzeiger wächst: Links 10 Uhr, rechts streckt sich der Minutenzeiger auf 10 Uhr und 7 Minuten.

John Ermel  Square Circle

Unterdessen ist Ermel einen Schritt weiter gegangen. Es ist ihm gelungen, dieses von ihm entwickelte Hypotrochoiden-Getriebe auf die Grösse einer Armbanduhr zu miniaturisieren. Auf mysteriöse Weise läuft der Stundenzeiger ohne sichtbare Verbindung zum Zentrum als blauer Saphirpunkt auf einer quadratischen Bahn. Eine einzigartige Technik. Die geometrischen Grundformen Quadrat und Kreis werden dazu auch im Design der Uhr thematisiert. Inspiriert vom Art-Déco-Stil der “Roaring Twenties” gestaltete John C. Ermel eine eigenwillige, markante Armbanduhr, die von der Spannung zwischen linearen und zirkularen Elementen lebt.

John Ermel  Square Circle

Eine der Ikonen dieser Zeit und damit Sinnbild für die damals herrschende Aufbruchstimmung ist das legendäre Chrysler Building in New York. Die Dreiecke auf der Lunette und am Minutenzeiger sind Ermels Hommage an diese spannende Epoche.

Ermel wird die faszinierende Square Circle in kleinster Auflage mit viel Herzblut und Handarbeit in seiner eigenen Werkstätte fertigen. Wartezeiten sind folglich vorprogrammiert – doch wer wirkliche Individualität und Exklusivität wünscht, hat sich damit längst abgefunden (und besitzt meist bereits mehr als eine Uhr…).

GMT Xtreme von Vulcain: Reisefertig.

Ungemein sportlich präsentiert sich die GMT Extreme. 44 mm Durchmesser misst das Titangehäuse mit Edelstahl- oder Rotgoldelementen.

Vulcain GMT X-Treme

Das Cricket-Werk V-16 mit Datum ist durch den Saphirglasboden ersichtlich. Perfekt für den sportlichen Traveller ist die 24-Stunden-Drehlunette mit Weltzeitangaben.

Vulcain GMT X-Treme Titan

Wer es lieber noch ein wenig sportlicher möchte und statt der 24-Stunden-Anzeige eine Taucherfunktion wünscht, sollte sich die Diver Xtreme aus der selben Familie näher anschauen.

Markant auch die Seitenansicht der Uhr, hier in der Titanvariante mit Rotgoldlunette:

Vulcain GMT X-Treme Titan

Vulcain: neuer Taucher

Die legendäre Cricket Nautical war bisher die einzige Taucheruhr bei Vulcain. In einem ganz neuen Look kommt nun die neue Diver X-Treme daher.

Sportlich und modern präsentiert sich die 44 mm grosse Diver X-Treme. Das Gehäuse wird in zwei Varianten angeboten: in der Kombination Titan mit Lunette aus Rotgold oder in schwarz beschichtetem Titan mit polierter Edelstahllunette. Die Taucherlunette ist innenliegend, unter dem gewölbten Saphirglas. Sie wird über die Krone auf der linken Seite des Gehäuses bedient. Das Gehäuse übernimmt Elemente aus der Aviator-Collection, weist aber auf der Seite eine markante Riffelung auf, die man bei Vulcain schon beimFlaggschiff “Imperial Gong” beobachten konnte.

Vulcain Diver X-Treme Roségold

Im Innern der Uhr tickt natürlich ein Cricket-Handaufzugswerk mit der berühmten Weckfunktion, das man den Lesern von “Tick different” nicht mehr näher vorstellen muss (siehe Ausgabe 3 unseres Magazins in PDF-Form). Dank des doppelten Bodens ist der Wecker auch unter Wasser gut hörbar.

Vulcain Diver X-Treme Black Titan

Inmitten der vielen vielen Neuheiten an der Baselworld 2008 war für uns die Diver X-Treme mit ihrem klaren Design und ihren guten Lesbarkeit eine der erfreulichsten Uhren, die wir ohne jede Einschränkung empfehlen können.

Frisch enthüllt: Mazzuolis Contagiri

Schon 2007 tauchten erste Bilder des Contagiri von Giuliano Mazzuoli auf. Jetzt wird die Sache konkret, Preise und technische Daten sind bekannt.

Wer sich an der Baselworld bei Giuliano Mazzuolis Stand einfindet, sieht zuerst einmal ein umwerfendes Auto: ein knallroter Alfa Romeo 8C, der Supersportwagen aus Mailand, zieht die Blicke auf sich. Dies hat einen guten Grund: Der “Contagiri”, der “Tourenzähler” von Mazzuoli erscheint in einer limitierten Serie”Alfa Romeo 8C Competizione” von 500 + 1 Stück. Diese Ausgabe wird exklusiv den Eigentümern eines solchen Wagens zugänglich sein. Das Zifferblatt ist denn auch die genaue Abbildung des Tourenzählers des 8C. Das Gehäuse ist eine Kombination von Weissgold und Carbon. Natürlich stimmt die Gehäusenummer mit derjenigen des entsprechenden Fahrzeugs überein.

Giuliano Mazzuolis Contagiri

…und das Auto dazu:

Alfa Romeo 8 C Competizione

Auch für den “normalen” Alfa-Fahrer (oder -Aficionado) ist aber eine Contagiri vorgesehen. Diese wird 1050 Mal produziert werden (1050 Alfa GTA wurden hergestellt….). Auch dieses Modell trägt den Alfa Romeo-Schriftzug auf dem Zifferblatt. Bei dem kleinen Dreieck unten auf dem Zifferblatt wird der jeweilige Status der Uhr angezeigt. In der neutralen, normalen Position erscheint bei diesem Modell ein Quadrifoglio, das legendäre vierblättrige Kleeblatt.

Das Gehäuse ist aus Stahl, mit einer schwarz PVD-beschichteten Seite.

Giuliano Mazzuolis Contagiri Alfa Romeo

Giuliano Mazzuolis Contagiri Alfa Romeo

Eine weitere Serie kommt ohne Alfa Romeo auf den Markt. Der reine Mazzuoli-Contagiri wird mit schwarzem und weissem Zifferblatt lieferbar sein. Statt des Kleeblatts trägt sie das Logo von Mazzuoli bei der Statusanzeige.

Giuliano Mazzuolis Contagiri

Eine ganz spezielle Serie von 25 Stück gibt es zusätzlich. Diese werden nur an Auktionen zugunsten der Stiftung “Hole in the wall camps” der rennfahrenden Schauspielerlegende Paul Newman verkauft werden. Mazzuoli und Newman sind seit längerer Zeit befreundet (gemeinsame Passionen verbinden….).

Giuliano Mazzuoli und Paul Newman

Der weisse Contagiri trägt die Unterschrift von Paul Newman auf dem Zifferblatt.

Giuliano Mazzuolis Contagiri Paul Newman Edition

Hier noch einige technische Details:

Das Werk basiert auf einem Soprod A10 mit automatischem Aufzug und einer Gangreserve von 42 Stunden. Aufgezogen wird die Uhr nicht über eine Krone, sondern über die Lunette. Dazu muss zuerst der ins Gehäuse integrierte Hebel auf der rechten Seite um eine Stufe ausgeklappt werden. Inder zweiten Stufe wird dann die Lunette zum Verstellmechanismus.

Die Uhr ist eine retrograde Einzeigeruhr. Der Stundenzeiger wandert also bis 12 Uhr und springt dann auf die Ausgangsposition zurück. Weil der Minutenzeiger vollständig fehlt, kann die Zeit nur auf einige Minuten genau abgelesen werden. Der kleine Zeiger mit der roten Spitze ist im Prinzip ein Sekundenzeiger, dient aber vor allem der Kontrolle, ob die Uhr läuft oder nicht.

Das Gehäuse gibt es in zwei Varianten: aus Kohlefaser (Carbon) mit einem Boden und der Lunette aus Weissgold oder aus schwarz PVD-beschichtetem Stahl mit Lunette und Boden aus Stahl. Es misst 44 mm im Durchmesser und 13.3 mm in der Höhe. Das Saphirglas ist leicht bombiert. Das Kautschukband gibt es in schwarz oder rot, mit Dornschliesse oder – auf Wunsch – einer Faltschliesse in Stahl oder Gold.

Das Contagiri-Modul ist eine Mazzuoli-Exklusivität und besteht aus 131 Komponenten. Es vereint 3 weltweite Patente in sich.

Die Preise liegen bei 16400 Euro für die Stahl- und 23000 Euro für die Carbon-/Weissgoldversion.

2008 werden voraussichtlich lediglich insgesamt 200 Stück der Uhr produziert – wir werden alles daran setzen, eine oder mehrere davon zu kriegen.

Happy Birthday: Vulcain Anniversary Heart

Zum 150. Geburtstag legt Vulcain die 42 mm grosse “Anniversary Heart” in einer limitierten Serie von 450 Exemplaren in Stahl und 150 in Rotgold auf. Das halb skelettierte Zifferblatt, erhältlich in silber, schwarz oder kupfer, gibt den Blick auf das kunstvoll finissierte, anthrazitfarbene Cricket-Werk V-18 frei. Auf der Rückseite gewährt ein Glasboden Einblick in die faszinierende Mechanik.

Die Version in Rotgold mit schwarzem Zifferblatt:

Vulcain Anniversary Heart

Die Anniversary Heart in Stahl:

Vulcain Anniversary Heart

Die Anniversary Heart kommt in einem neuen Gehäuse, das Elemente der Aviator-Serie und des Vulcain-Flaggschiffs “Imperial Gong” kombiniert. Charakteristich für letztere ist die markante Riffelung auf der Gehäuseflanke.

Die Rotgoldvariante in der Seitenansicht:

Vulcain Anniversary Heart

Gepflegt: Das V-18, wie es in der Anniversary Heart zum Einsatz kommt.

Vulcain Cricket V-18

Ein neues Meisterwerk in Email Cloisonné

Vulcain setzt die Tradition mit Zifferblättern aus Email Cloisonné fort. Neueste Version ist die auf den asiatischen Markt ausgerichtete Aviator GMT “The Dragon”.

In der chinesischen Mythologie ist der Drache mit fünf Krallen das Symbol für den Kaiser und seine Familie. Das Modell Vulcain Aviator GMT “The Dragon” setzt dieses kräftige Symbol der kosmischen Energie und der Bewegung mit einem fein emaillierten Zifferblatt in Szene.

Vulcain Aviator The Dragon

Mit einem feurigen Blick, schillernden Schuppen über einem langen und beweglichen Körper, fletschenden Zähnen, und einem spitzen Kamm thront der Drache des Modells Vulcain Aviator GMT “The Dragon” auf dem Zifferblatt dieses exklusiven Modells einer auf 30 Exemplare limitierten Serie. Der tausendjährigen Kultur des chinesischen Kaiserreiches zu Ehren, hat die Marke aus Le Locle die talentiertesten Handwerker engagiert.

Für das Email Cloisonné werden feine Drähte in Form gebogen und bilden so die Umrisse der verschiedenen Motive, die danach mit der aus Glas und Metalloxid bestehenden Emaille gefüllt werden. Um das Ganze auf dem Zifferblatt zu fixieren, erhitzt der Handwerker es auf eine extrem hohe Temperatur – ein sehr delikates und riskantes Verfahren. Die teilweise willkürliche Natur des Verfahrens hat zur Folge, dass jedes Mal ein in den Reflexen und dem Farbenspiel einzigartiges Stück entsteht.

Sarpanevas Korona – noch ein Geniestreich aus Finnland

Wir berichteten schon mehrmals über den finnischen Meisteruhrmacher Stepan Sarpaneva. In kleinsten Auflagen entstehen in seinem Atelier in Helsinki gewagte Kreationen. Meisterlich geht er nicht nur mit Uhrwerken um – besonders seine Designs und deren technische Umsetzung suchen ihresgleichen.

Unvergessen sind die Modelle Oiva und Loiste. Einige wenige glückliche Uhrsachen-Kunden wurden Besitzer dieser exklusiven Stücke. Nach Basel 2007 kam die Supernova, nur 10 Stück wurden davon produziert.

Stepan Sarpaneva lanciert jetzt ein neues Modell namens Korona. Wieder ist es ein Lehrstück in Metallbearbeitung. Die Korona kommt in zwei Ausführungen: als “einfache” Dreizeigeruhr mit Datum Korona K2 und zusätzlich mit einer eigenwilligen Mondphase als Koronoa K3.

Sarpaneva Korona K2

Die Gehäuse sind in einer reinen Stahlvariante oder zusätzlich mit der extraharten schwarzen Beschichtung im “Diamond like coating”-Verfahren (DLC) lieferbar.

Sarpaneva Korona K2

Die Zifferblätter sind enorm aufwändig gemacht, über den Herstellungsprozess will der finnische Tüftler nicht allzuviele Worte verlieren. Die Tradition der Verschwiegenheit ist der Branche und den Finnen offenbar eigen. Eigene Wege geht er bei der Koronoa K2 mit der Datumsscheibe. Diese besteht aus Stahl, und die Datumszahlen sind – die zweistelligen übereinander angeordnet – daraus mit High-Tech-Lasertechnik herausgeschnitten.

Sarpaneva Korona K3

Der Mond mal anders: statt den immer gleichen Gesichtern ein finnischer Look:

Sarpaneva Korona K3

Das Werk basiert auf einem 11-Linigen Soprod A10 mit 42 Stunden Gangreserve, automatischem Aufzug und 28’800 Halbschwingungen (4 Hz). Die Grundplatine des Werks musste verändert werden, um die stählerne Datumsscheibe aufnehmen zu können.

Sarpaneva Korona K3

Speziell ist auch der Rotor für den Aufzug. Er ist skelettiert und umfasst eigentlich die ganze Fläche der Werkrückseite. An einigen Stellen wurden Gewichtselemente angebracht (bei der K3 zusätzlich der Mond), damit der Rotor auch richtig aufzieht. “Glaub’ mir, es funktioniert bestens” sagt Stepan Sarpaneva auf unsere leicht skeptische Rückfrage.

Sarpaneva Korona K2

Wir haben uns vorerst einmal je eine Korona sichern können. Die Produktion ist wiederum sehr klein – die Uhren sind dieses Mal allerdings nicht limitiert. Auf spezielle Wünsche kann übrigens noch eingegangen werden. Die eine unserer Koronas wird auf jeden Fall das schwarze Gehäuse haben und – exklusiv – Zeigerspitzen in unserer Hausfarbe orange.

Glycine Lagunare 3000: starker Taucher mit interessanten Features.

Dicker, grösser, tiefer. Das Hochrüsten bei den Taucheruhren kennt fast keine Grenzen mehr. Glycine überzeugt mit ihrem neuesten Lagunare-Modell, dem Lagunare Certified Chronometer 3000.

Gut – neben der neuen Rolex Sea-Dweller Deep Sea haben die anderen Taucheruhren einen schweren Stand. Aber 3000 Fuss oder 1000 Meter sind auch nicht ohne. Das neueste Mitglied der Lagunare-Familie aus dem Hause Glycine schafft diese Tiefe spielend. Nur 300 Exemplare dieses wuchtigen Zeitmessers werden gebaut, im Gegensatz zur “Massenware” aus Genf.

Glycine Lagunare 3000

Im Innern des antimagnetischen Gehäuses tickt ein erstklassig finissiertes C.O.S.C.-zertifiziertes, bewährtes Automatikwerk 2824 aus dem Hause ETA. Ein Mantel aus Weicheisen verleiht dem Extremtauchermodell Antimagnetismus-Eigenschaften, die die gängigen Normen bei weitem übertreffen.

Speziell sind auch die Funktionalitäten der markanten Uhr. Die – selbstverständlich verschraubte – mittlere Krone wird durch einen neu konzipierten Aufklappdeckel geschützt, den das Glycine-Logo stilecht ziert. Die obere Krone dient der Fixierung der – wie es sich für eine Taucheruhr nicht anders gehört – einseitig drehbaren Lunette. Ein cleverer Zug für die Sicherheit des Extremtauchers.

Safety First – dies war auch die Devise für das Heliumventil, das auf der Gehäuseseite bei der 9-Uhr-Position integriert ist. Es verhindert Probleme beim Tieftauchen mit Heliumgemisch – das Gas kann sonst unter Umständen nicht entweichen. Ein ganz besonderes Feature in diesem Zusammenhang (unseres Wissens bisher noch von niemandem so eingesetzt – Roger Rüegger wird uns sonst bestimmt korrigierend ergänzen*) ist die zusätzliche manuelle Bedienung dieses Ventils, die über die ebenfalls geschraubte Krone bei 4 Uhr erfolgen kann. Wenn es denn sein muss.

*Nachtrag: Er hat uns korrigierend ergänzt. Der nimmermüde Roger Rüegger hat bei seinem Besuch bei Glycine-Chefin Katherina Brechbühler herausgefunden, dass es bei 4 Uhr ein ZWEITES Heliumventil gibt, das durch Aufschrauben von Hand bedient werden kann.

Limitierte Jubiläumsedition: 100 Jahre Max Bill

Zum 100. Geburtstag von Max Bill lanciert Junghans eine Jubiläumsedition der Uhren mit dem klassischen Design aus den fünfziger Jahren.

“Die Form folgt der Funktion”. Getreu dem Leitspruch des Bauhaus entwickelte der legendäre Schweizer Künstler, Architekt und Gestalter Max Bill Ende der fünfziger Jahre Max Bill eine Uhrenserie für die Firma Junghans. Zuerst waren da die Wand- und Küchenuhren, 1962 setzte er zum grossen Wurf einer Armbanduhrenkollektion an.

Diese Kollektion wird seither im Design weitgehend unverändert produziert – und mit Erfolg verkauft.

Es lag nahe, dass 2008 zum hundertsten Geburtstag des grossen Künstlers eine Jubiläumsedition lanciert werden würde. An der Baselworld 2008 wurde diese nun von Junghans vorgestellt. Je 100 Exemplare von sechs verschiedenen Modellen (siehe Bilder unten) werdem produziert. Ganze 10 solcher Sets sind für die Schweiz reserviert. Wir konnten uns zwei davon sichern. Reagieren Sie also rasch, wenn Sie sich eines dieser raren Stücke sichern wollen.

Die Jubiläumsuhren tragen die Unterschrift von Max Bill auf den Zifferblättern. Die Stahlmodelle werden mit einem feinen, längenverstellbaren Milanaiseband ausgeliefert. Die vergoldeten Modelle werden auf einem feinen Lederband getragen. Den Boden des Gehäuses ziert eine Lasergravur mit dem Portrait des Meisters.

Hier die verschiedenen Modelle:

Chronoscope, Chronograph im Stahlgehäuse, mit Milanaiseband:

Junghans Max Bill Limited Edition Chronoscope

Chronoscope, Chronograph mit vergoldetem Stahlgehäuse, Lederband.

Junghans Max Bill Limited Edition Chronoscope vergoldet

Automatic, Stahlgehäuse, Milanaiseband. Durchmesser 38 mm.

Junghans Max Bill Limited Edition Automatic

Und das selbe im vergoldeten Stahlgehäuse mit Lederband:

Junghans Max Bill Limited Edition Automatic vergoldet

Und schliesslich der Handaufzug (34 mm) im Stahlgehäuse mit Milanaiseband:

Junghans Max Bill Limited Edition Handaufzug

und noch die vergoldete Version des Handaufzugsmodells.:

Junghans Max Bill Limited Edition Handaufzug vergoldet